Sie sind hier: Startseite » Symptome » Schluckstörungen

Schluckstörungen

Schluckstörung - Dysphagie

Schluckstörungen, im Fachjargon auch Dysphagie genannt, treten auf, wenn einer der am Schluckvorgang beteiligten Körperteile in seiner Funktion bestört oder beeinträchtigt ist. Ist einer dieser Bereiche beeinträchtigt, wirkt sich das meist auch auf umgebende und angrenzende Bereiche aus, beziehungsweise stört die Zusammenarbeit einzelner Organe oder Teile.
Gründe kann es also viele geben, die zu Schluckstörungen führen. Grundlegend sind alle Störungen, Reizungen und Erkrankungen der Speiseröhre, der Atemwege, der Mundhöhle, sowie des Mageneingangs mögliche Ursachen für Beschwerden beim Schlucken. Darüber hinaus können Schluckstörungen aber auch durch psychische Erkrankungen hervorgerufen werden, etwa durch eine negativ belastete Assoziation zum Schluckvorgang.

Die häufigsten Ursachen sind physischer Natur.
Besonders stark betroffen von Schluckstörungen ist die Gruppe der über 75 Jährigen. Wobei sich hier nur noch schwer unterscheiden lässt, ob die Ursache physischer oder psychischer Natur ist, da sich mehrere Faktoren meist gegenseitig negativ beeinflussen.

Symptome der Dysphagie

Typische Symptome von Schluckstörungen sind ein Kloßgefühl im Hals, Würgen während des Schluckakts, das Hochwürgen bereits geschluckter Nahrung, Husten während der Mahlzeit als Anzeichen des Eindringens von Nahrung oder Flüssigkeit in die oberen Atemwege oder der Aspiration, also Einatmung von Nahrung oder Flüssigkeit. Im Extremfall kann es gar zu einer vollständigen Unfähigkeit Nahrung aufzunehmen kommen. Als Begleiterscheinung kommen auch eine näselnde Stimme oder Heiserkeit hinzu.

Ursachen der Schluckstörungen

Noch vielfältiger als das Erscheinungsbild von Schluckstörungen sind die möglichen Ursachen der Störung. In Betracht kommen dabei zunächst die bekannten Gründe wie Erkältungen mit entzündetem Hals und alle Arten von Atemwegserkrankungen. Die Reizung des Halses kann aber auch etwa von einer Überproduktion an Magensäure und einer nicht vollständigen Schließung des Magens durch einen nicht optimal funktionierenden Pförtner erfolgen. Des Weiteren kommen alle Arten von Entzündung im Hals, Rachen und Atemwegsraum in Betracht, sowie Wucherungen der Schilddrüse. Auch Fehlbildungen, aufgrund zahnmedizinischer Befunde und genetische Defekte können ebenso wie unterentwickelte Muskulatur im Mund Rachenraum zu Schluckstörungen führen. Zusätzlich kommt es besonders häufig bei schweren Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder auch Morbus Parkinson, Schlaganfällen, Demenz und allen Arten von neurologischen Erkrankungen zu Schluckstörungen. Bei Schlaganfällen ist das Aspirieren von Flüssigkeit, eventuell sogar der eigenen Speichelflüssigkeit, im ersten Jahr nach dem Schlaganfall sogar die Ursache für ein Fünftel der Todesfälle.
Als letzter Bereich ist auch weiterhin die psychische Ursache von Schluckstörungen zu nennen.

Häufige Ursachen:

Diagnostik

Gerade bei Schluckstörungen ist die Diagnose besonders wichtig, da sie so viele Ursachen haben können. In der Anamnese, also der gezielten Befragung des Patienten, können oftmals schon viele mögliche Ursachen ausgeschlossen werden. Danach folgen Untersuchungen des Mund- und Rachenraumes, der Atemwege, Beobachtung der Haltung, Mimik und Atmung des Patienten. Des Weiteren sind endoskopische Maßnahmen möglich, zum Beispiel zur Spiegelung der Nase und Nasennebenhöhlen, des Rachens, der Speiseröhre und des Pförtners. Auch Untersuchung bei Zahnarzt, die Prüfung möglicher neuraler Störungen und immer auch die Überprüfung der Schilddrüse können zum Ergebnis führen. Sollten sich bei allen physischen Tests kein Ergebnis erzielen lassen, ist eine Abklärung möglicher Psychosomatischer Ursachen notwendig.

Therapie

Die Therapie von Schluckstörungen ist wiederum genau so vielseitig wie ihre möglichen Ursachen. Deswegen kann auch erst nach einem genauen Befund mit einer effektiven Therapie begonnen werden. Sie erstreckt sich von der Behandlung mit einfachen Hausmitteln über medikamentöse und chirurgische Therapien, bis hin zur Psychotherapie.