Hoffnung in der Hoersturz Therapie

Plötzlicher Druck im Ohr, dumpfes Gefühl und verzerrtes Hören können Zeichen eines akuten Hörsturzes sein. Betroffene berichten auch oft von Ohrgeräuschen oder Schwindel. Wenn diese Symptome auftreten, ist der Gang zum Hals- Nasen- Ohrenarzt dringend erforderlich.

Die Ursachen, die hinter einem Hörsturz stecken sind bisher noch nicht geklärt.

Behandlung des Hörsturzes

Die Therapie der Wahl ist die Kombination aus Kortison und durchblutungsfördernden Medikamenten. Im optimalen Fall werden Infusionen durchgeführt. Ist dies nicht möglich, kann man auf Tabletten zurück greifen. Diese werden dann nach einem bestimmten Schema eingenommen. Seit dem 01.04.2009 werden die Kosten für die Hörsturz- und Tinnitustherapie von den Krankenkassen nicht mehr übernommen.

Bei Versagen der Therapie ist mittlerweile auch eine neue, innovative Behandlung möglich. Es handelt sich um die intratympanale Kortikoidtherapie. Dabei wird Kortison durch das zuvor betäubte Trommelfell direkt in das Mittelohr gespritzt. Die Behandlung ist nahezu schmerzlos und die Patienten tolerieren den Einriff sehr gut. Insgesamt sind 5-7 Sitzungen im Abstand von 1-2 Tagen sinnvoll.

Es liegen aktuell einige sehr vielversprechende Studien zu dieser Therapie vor. Besonders Diabetiker, die gewöhnlich keine Kortisontherapie erhalten dürfen, profitieren von dieser Behandlung, da kein Kortison in den Blutkreislauf gelangt und somit keine unerwünschten Nebenwirkungen hervorgerufen werden.

Was tun bei Hörsturz?

Was kann der Betroffene unterstützend tun?

Ruhe, einen Gang zurückschalten und aus dem Alltag entfliehen. Stress sollte in jedem Fall abgebaut werden. Wenn man Raucher ist, sollte man damit aufhören oder seinen Konsum zumindest stark einschränken. Der Betroffene sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Nau auf dem Markt ist ein spezielles Vitaminpräparat für das Ohr. Von der Industrie wird es aggressiv auch in HNO Praxen beworben. Dieses kostet zum Teil 55 Euro pro Packung. Bisher konnten das Präparat in keiner veröffentlichten Studie überzeugen. Hier sollen Patienten und Ärzte gezielt in die Irre geführt werden. Vereinzelt gibt es Studien zu günstigen Monopräparaten, die erfolgversprechend sind.