Viele Arten von Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden haben viele Ursachen

Der Begriff Schluckbeschwerden oder Schluckstörungen ist recht schwammig definiert. Die Fachwörter für Schluckbeschwerden sind Dysphagie (= Schluckstörungen ohne Schmerzen) und Odynophagie (=Schluckstörungen mit Halsschmerzen oder Schmerzen beim Schlucken). Es ist ein wahrer Sammeltopf, denn dieses Symptom kann durch zahlreiche Ursachen bzw. Erkrankungen hervorgerufen werden. Darunter fallen zum Beispiel Schmerzen beim Schlucken (z.B. Halsschmerzen) und funktionelle Schluckbeschwerden.
Unter den Oberbegriff „Schluckbeschwerden“ fällt natürlich auch der Kloß im Hals.

Stehen starke Schluckschmerzen im Vordergrund, so sollte innerhalb der ersten Tage ein HNO Arzt konsultiert werden. Ist ein Kloß im Hals oder eine funktionelle Schluckstörung nach 1-2 Wochen nicht verschwunden, ist der Gang zum HNO Arzt ein MUSS!

Entzündliche Schluckbeschwerden sind meist schmerzhaft und werden am häufigsten verursacht durch eine Rachen- oder Mandelentzündung. Daneben existieren aber auch viele anderen Krankheiten die zu akuten Schluckbeschwerden führen können (Mandelabszeß ( Peritonsillarabszeß), Epiglottitis ( Entzündung des Kehldeckels), Kehlkopfentzündung (Laryngitis) u.v.m.

Zu den nicht entzündlich bedingten Schluckbeschwerden zählen Erkrankungen wie das Zenkersche Divertikel, eine Ranula oder auch Halszysten.

Neben den Ursachen im Mund/ Rachenbereich kommen natürlich noch zahlreiche anderen Erkrankungen in Frage, die den Umfang dieses Artikels sprengen würden. Eine gute Übersicht über Schluckbeschwerden bietet die Internetseite www.schluckbeschwerden.com. Sie befindet sich derzeit noch im Aufbau, bietet aber jetzt schon zahlreiche weiterführenden Informationen an.

Eine strukturierte Diagnostik der Schluckstörungen führt letztendlich zur sicheren Diagnose. Der Fachmann für die Erkrankungen des Schluckaktes ist der Hals- Nasen- Ohrenarzt und der Facharzt für Phoniatrie. Nur sie besitzen das Wissen, die Ausstattung und die Erfahrung schnell und erfolgreich zur Diagnose zu gelangen. Wie sie jedoch anhand der vielfältigen Ursachen sehen, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachgruppen erforderlich.