Stapesplastik

Operation am Steigbügel

Bei der Stapesplastik handelt es sich um einen operativen Eingriff zur Behandlung der Ostosklerose. Hiermit wird der operative Ersatz oder die funktionelle Rekonstruktion des Stapes, also eines der drei Gehörknöchelchen, bezeichnet. Sie wird auch als Teil der operativen Therapie einer Stapesankylose bezeichnet. Der Stapes ist mit einem Gewicht von 2mg der kleinste Knochen des menschlichen Körpers. Diese Operation wird vorgenommen bzw. durchgeführt, um das Hörvermögen bei einer Verknöcherung des Steigbügels, also Ostosklerose, zu verbessern. Hiermit kann oft auch ein vorhandener Tinitus beeinflusst werden. Bei erfolgreicher Durchführung der Stapesplastik kann ein weiteres Fortschreiten des Hörverlustes meistens verhindert werden.

Durchführung des operativen Eingriffs

Bei der Durchführung der Stapesplastik erfolgt zunächst ein kleiner, später auch kaum sichtbarer, Einschnitt in die Haut vor dem Ohr. Anschließend wird das Trommelfell aufgeklappt. Danach wird der fixierte Steigbügel gelockert und entfernt, um ihn dann durch eine Prothese aus Metall, oft Titan, zu ersetzen. Der hierdurch gewünschte Effekt betrifft eine Verbesserung der Schallübertragung an das Innenohr. Das Ausmaß der Verbesserung des Hörvermögens ist abhängig von der Lage und Funktion der eingesetzten Prothese. Aber auch die eigene Innenohrleistung des Ohres kann das Ausmaß der Verbesserung beeinflussen.
Nach der Operation kann es durchaus zu Beschwerden kommen, die aber eher in geringem Maße ausfallen. So kann direkt nach der Operation keine Verbesserung bemerkt werden, da das Ohr noch dick verbunden und tamponiert ist. Die Wundschmerzen fallen hierbei eher gering aus. Manchmal kann es durch den Eingriff und die Veränderung der Gehörknöchelchen nach der Operation zu leichten Schwindelanfällen kommen, die aber nur von kurzer Dauer sind und schnell wieder zurückgehen. Die Entfernung der Naht erfolgt ca. eine Woche nach dem Eingriff. Die Tamponade und die schützende Folie werden dann einige Tage später entfernt.

Mögliche Komplikationen

Komplikationen kommen bei der Stapesplastik eher selten vor. Allerdings kann es zu Wundheilstörungen kommen, die durch Infektionen hervorgerufen werden. Auch besteht, wenngleich es sehr selten vorkommt, die Gefahr einer Schädigung der Innenohrfunktion mit einer möglichen Verschlechterung des Hörvermögens. Hierdurch können dann wiederum dauerhafte Schwindelanfälle hervorgerufen werden. Auch die Gefahr einer Verletzung der Gesichtsnerven, die durch den Knochen im Ohr verlaufen, besteht. Diese Komplikationen sind aber, wie schon gesagt, sehr selten.