Parotisoperation

Parotidektomie oder die Operation der Ohrspeicheldrüse

Eine Parotidektomie beschreibt eine teilweise oder vollständige chirurgische Entfernung der Ohrspeicheldrüse. Diese Operation wird eher bei Vorhandensein bösartiger oder gutartiger Tumore, als bei entzündlichen Tumoren oder anderen Erkrankungen durchgeführt. Hauptsächlich werden hier gutartige Speicheldrüsentumore im Bereich der Ohrspeicheldrüse oder der sogenannte Warthin-Tumor, der einen gutartigen Tumor oder eine tumorartige Beschädigung im Bereich der Ohrspeicheldrüse darstellt, als Indikatoren genannt. Sollten bösartige Tumore den Auslöser darstellen, handelt es sich meist um metastatische Absiedlungen von Plattenephitelkarzinomen aus dem Hals-Kopf-Bereich. Aber auch, eher selten, entzündliche Speicheldrüsenerkrankungen oder Verletzungen können eine Operation notwendig werden lassen.

Operative Verfahren der Parotidektomie:

Die Laterale Parotidektomie

Hierbei wird die Entfernung des oberflächlichen Drüsenanteils vorgenommen. Hierzu muss in der Regel eine Narkose vorgenommen werden. Danach wird die Haut, ausgehend kurz vor dem Gehörgang bis hinter den Unterkieferwinkel mit Hilfe eines S-förmigen, abwärts ziehenden Schnitts, geöffnet und der Hautlappen gelöst. Anschließend wird die Drüse abgetrennt. Danach wird eine Redon-Drainage, also eine Saugdrainage, eingelegt und die Wunde schichtweise verschlossen.

Die subtotale und totale Parotidektomie

Bei diesem Verfahren der Parotidektomie wird zunächst die laterale Operation durchgeführt. Zusätzlich dazu wird mehr Gewebe entlang der Nerven und Muskeln entfernt. Der Unterschied dieser beiden Verfahren besteht also in der Radikalität der Gewebsentfernung. Bei der subtotalen und totalen Parotidektomie wird annähernd das gesamte oder gar das gesamte Ohrspeicheldrüsengewebe entfernt. Teilweise kann es auch zu einer Mitentfernung von Teilen des Nervus facialis (Gesichtsnervs) kommen, sollten vorhandene Tumore eine zu enge räumliche Beziehung zum Nerven zeigen.

Komplikationen

Es kann durchaus zu Komplikationen bei einer solchen Parotidektomie direkt an den Nerven im Gesichtbereich kommen. So treten zum Beispiel Verletzungen an den Gesichtsnerven auf, die durchaus Lähmungen in verschiedenen Ausmaßen nach sich ziehen können. Dies kann von einer zeitweisen Schwächung der Gesichtmuskulatur bis hin zu einer permanenten Lähmung führen. Dabei hängt das Risiko von der Radikalität der durchgeführten Operation ab. Schwere Komplikationen kommen allerdings selten beobachtet. In manchen Fällen kann es zu kurzzeitigen Folgen, wie Blutergüssen, Ansammlungen von Wundsekret im Operationsbereich oder einer Wundinfektion nach der Operation kommen.