Mandeloperation

Die Tonsillektomie ist eine Routineoperation in der Hals- Nasen- Ohrenheilkunde, die täglich tausende Mal in Deutschland durchgeführt wird. Aufgrund der Nachblutungsgefahr ist und bleibt sie eine Operation, die stationär erfolgen muss. Der Krankenhausaufenthalt ist von Operateur zu Operateur unterschiedlich und beträgt zwischen 5 und 7 Tagen. Man leidet ungefähr 2 Wochen unter zum Teil ordentlichen Halsschmerzen, die dann jedoch deutlich abnehmen. Kinder haben oft weniger Schmerzen. Je nach Beruf fällt man 2 – 3 Wochen nach der Operation aus (Krankenschein). Wenn man aus dem Krankenhaus entlassen wird, sollte man sich für 1 Woche schonen. Auch auf „private“ Anstrengungen sollte möglichst verzichtet werden, da Spätnachblutungen innerhalb der ersten 2 Wochen vorkommen können.

Mandeln lasern bei Kindern

Mandeln lasern: die Verkleinerung der Gaumenmandeln mit dem Laser wird unter Medizinern als Tonsillotomie bezeichnet. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Verkleinerung der Mandeln standardmäßig durchgeführt.

Da postoperative Entzündungen noch nicht sicher beherrscht werden konnten und statistische Auswertungen noch nicht die Regel waren, wurde dieser Weg bald verlassen. Man fürchtete sich vor Abszessen der Mandeln. Wie sich im Nachhinein herausstellte, wurden die damaligen Indikationen der Methode nicht gerecht.

Vergrößerte Mandeln verursachen gerade bei kleinen Kindern oft erhebliche Probleme. Die Mandeln sind ein immunaktives Organ, bestehen aus Lymphgewebe und haben bei kleinen Kindern eine entscheidende Abwehrfunktion. Aufgrund dieser immunologischen Aktivität vergrößern sich die Tonsillen bei Kindern erheblich. Dann können sie zu Problemen führen.

Sind die Mandeln stark vergrößert leiden Kinder unter: nächtlichem Schnarchen, wiederkehrenden Infekten, behinderter Nasenatmung und im schlimmsten Fall unter dem kindlichen Schlaf – Apnoe – Syndrom.

Beim Schlaf- Apnoe- Syndrom kommt es zu gefährlichen nächtlichen Atemaussetzern und diese führen bei Kindern zu Konzentrationsschwierigkeiten, schlechten Schulleistungen oder sogar Hyperaktivität.

Sollten Sie bei Ihrem Kind diese Symptome feststellen, ist der Gang zum HNO Arzt ein Muss.

Wie läuft eine solche Operation ab?
Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Mit dem Laser oder einem Radiofrequenzgerät werden die Mandeln quasi durchgeschnitten. Die Kapsel bleibt dabei erhalten, was den Heilungsprozess beschleunigt, die Nachblutungsgefahr deutlich verringert und für einen kürzeren Krankenhausaufenthalt sorgt. Der Eingriff ist mittlerweile so unproblematisch, dass er ambulant durchgeführt werden kann.

In gleicher Sitzung werden meist auch noch die „Polypen“ entfernt. Es handelt sich bei den Polypen nicht um eigentliche Polypen sondern um die vergrößerte Rachenmandel.

Gibt es Nachblutungen bei der Tonsillotomie?
Nachblutungen sind bei keiner Operation auszuschließen. Wie eine aktuelle Studie zeigt, sind Nachblutungen jedoch deutlich seltener und weniger schwer. Unter 1500 Patienten ist es dort zu 3 Nachblutungen am 6-7. Tag gekommen, welche jedoch ohne erneute Operation zu beherrschen waren.

Wann werden Mandeln entfernt und wann kann man sie mit dem Laser verkleinern?
Die Indikation für eine Verkleinerung der Tonsillen ist streng zu stellen. Sind bereits mehrfache Mandelentzündungen aufgetreten, kommt diese Methode nicht in Frage, dann ist die Entfernung der Mandel (Tonsillektomie) Mittel der Wahl.

Jeder HNO Arzt hat die notwendige Erfahrung, Ihnen bei Fragen eine kompetente Auskunft zu geben. Kein anderer Facharzt erkennt so schnell und sicher das Problem wie der Hals- Nasen- Ohrenarzt ihres Vertrauens.