Otoakustische Emissionen

Die Messung der otoakustischen Emissionen (OAE´s) ist ein Verfahren der objektiven Audiometrie. Das bedeutet, dass eine Mitarbeit des Patienten nicht notwendig ist.
Die otoakustischen Emissionen gehen von den sog. „äußeren Haarzellen“ im Innenohr aus. Man kann sich die äußeren Haarzellen als unseren inneren Verstärker des ankommenden Schalls vorstellen. Um die Haarzellen zu stimulieren werden „Klickreize“ auf das zu messende Ohr gegeben. Ähnlich eines Echos reagieren diese hochsensiblen äußeren Haarzellen auf den akustischen Reiz und können mit Hilfe eines entsprechenden Gerätes registriert werden. Die Voraussetzung für den Empfang dieser Reaktion sind normal funktionierende, gesunde Haarzellen. Sind diese erkrankt, so können die Reaktionen nicht mehr registriert werden. Im Allgemeinen kann man bis zu einem Hörverlust von 30-40 dB noch Antworten aus dem Innenohr erhalten. Im gesunden Ohr findet man auch ohne äußeren Reiz in 60-70 % der Fälle Reaktionen, das sind die sog. spontanen otoakustischen Emissionen. Mit der Messung der DPOAE´s (Distorsionsprodukte) können die Reaktionen frequenzspezifisch und somit sehr genau registriert werden.
Die Messung sollte immer bei einer innenohrbedingten Hörverschlechterung (Hörsturz, Tinnitus, zunehmende Innenohrschwerhörigkeit) erfolgen.
Von Screening-Messung in der Pädaudiologie mit 4 Prüffrequenzen bis hin zu klinischen Untersuchungen mit 48 Frequenzen deckt das DP-OAE die gesamte Palette der Prüfanforderungen ab.
Die speziell entwickelte Messsonde ist wegen ihrer Miniaturbauweise auch sehr gut für die Untersuchung an Kindern und Neugeborenen geeignet