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Tubenkatarrh

Ein plötzlich auftretender Druck im Ohr kann an einem Tubenkatarrh liegen. Tubenkatarrh (<- richtige Schreibweise! Nicht Tubenkatharrh, Tubenkhatarr oder Tubenkatar) ist eine akute Entzündung der Ohrtrompete, die Eustach´sche Röhre genannt. Die Eustach´sche Röhre ist die Verbindung zwischen Nasenrachen und Mittelohr. Sie dient dem Druckausgleich. Ist sie verstopft kommt es zu einem Unterdruck im Ohr.

Ursache

Bei einer Erkältung / Schnupfen schwellen die Schleimhäute in der Nase, des Nasenrachens und des oberen Luftweges an. Da die Öffnung der Ohrtrompete nicht besonders groß ist, verstopft sich der Gang sehr schnell. Wir alle kennen den Effekt, wenn wir mit einem Flugzeug fliegen oder einen Berg herunter Fahren. Genau so äußern sich auch die Symptome.

Symptome des Tubenkatarrh

Die Menschen mit einem Tubenkatarrh beschweren sich über einen Druck im Ohr, gedämpftes Hören, „Hören wie unter einer Glasglocke“ oder Ohrgeräusche ( „Rauschen im Ohr“, „pulsierendes Ohrgeräusch“ )

Wie erkenne ich einen Tubenkatarrh?

Im Prinzip geht dies nur mit einem Hörtest. Der HNO - Arzt führt dazu ein Tonaudiogramm und ein Tympanogramm durch. Im Tympanogramm erkennt man dann, dass ein Unterdruck im Mittelohr vorliegt.

Therapie des Tubenkatarrh

Die Therapie der Wahl besteht in der Anwendung eines herkömmlichen Nasensprays (3x täglich über maximal 10 Tage). Ist der Schnupfen abgeklungen kann man auch eine die Therapie mit einem Otovent - System durchführen. Dabei bläst man mit der Nase einen Luftballon (Nasenballon) auf.

Chronischer Tubenkatarrh?

Eine chronische Belüftungsstörung des Mittelohres kann durch viele Ursachen bedingt sein. Der Gang zum HNO Arzt ist dabei ein Muss! Neben einer verbogenen Nasenscheidewand (Septumdeviation) oder vergrößerten Nasenmuscheln (Muschelhyperplasie) müssen auch Tumore oder Zysten im Nasenrachen ausgeschlossen werden. Dies geschieht durch eine Endoskopie des Nasenrachens. Aber auch eine chronische Funktionsstörung der Ohrtrompete selbst kann zu einem chronischen Tubenkatarrh führen. Hält der Unterdruck im Ohr über Jahre an, ist dies ein Risikofaktor zur Entstehung einer chronischen Mittelohrentzündung (chronische Otitis media - Cholesteatom).

Hausmittel und Homöopathie

Homöopathisch kann man einen Therapieversuch mit Apis oder Arnica starten. Als Hausmittel steht das Einblasen von Luft in die Ohren zur Verfügung. Dabei wird bei zugehaltener Nase Luft in die Ohren gepresst. Dies sollte man vorsichtig und nicht zu lange durchführen.

Die Krankheites des Ohres: