Innenohrschwerhörigkeit

Die Innenohrschwerhörigkeit ist in der Medizin das Synonym die so genannte Schallempfindungsschwerhörigkeit, oder Schallempfindungsstörung. Die beiden letztgenannten beschreiben das tatsächliche Krankheitsbild gut, denn die Innenohrschwerhörigkeit hängt vor allem mit einer Störung des Schallempfindens der zentralen Stellen des Innenohres zusammen. Für gewöhnlich ist es nur ein Teil des Innenohres, der betroffen, beziehungsweise geschädigt ist und somit den Schall nicht mehr korrekt aufnehmen, oder weiterleiten kann. Ursachen dafür gibt es viele, wie zum Beispiel dauerhafte Lärmbelastungen oder mechanische Einwirkungen.

Symptome der Innenohrschwerhörigkeit

Wie dem Namen schon zu entnehmen ist, macht sich die Innenohrschwerhörigkeit durch einen teilweisen Verlust der Fähigkeit zu hören bemerkbar. Dies kann sowohl ein- als auch beidseitig der Fall sein, je nach Ursache. Verschlechtert sich die Schwerhörigkeit und tritt ein Tinitus auf, kommt es in der Folge auch häufig zu Schwindelgefühlen, Gangunsicherheiten, oder gar in das Gesicht ausstrahlende Schmerzen.

Ursachen der Innenohrschwerhörigkeit

Es gibt viele Ursachen, für die Innenohrschwerhörigkeit. Diese können sowohl angeboren, als auch selbst beigebracht, oder durch starke dauerhafte Belastungen des Innenohrs hervorgerufen werden. Zu den erblichen Faktoren gehört zum Beispiel das Usher-Syndrom. Auch Alkoholkonsum oder eine Rötelnerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft kann zu angeborener Innenohrschwerhörigkeit führen. Frühkindliche Erkrankungen, wie Mittelohrentzündungen, können diese ebenfalls verursachen. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ist die häufigste Ursache eine dauerhafte Schallbelastung, auf der Arbeit oder durch laute Kopfhörer, beziehungsweise in der Disco. Auch der Konsum von Alkohol oder Heroin kann, aufgrund enthaltener Gifte, die Innenohrschwerhörigkeit direkt verursachen, da die Sinneszellen des Hör- und Gleichgewichtsorgans angegriffen werden. Dies können ebenfalls Gifte in der Industrie und einigen Medikamenten bewirken. Zuletzt sind mechanische Einwirkungen auf das Ohr als häufige Ursache zu nennen. Eine starke Druckwelle, etwa bei einer Ohrfeige, kann zur indirekten Schädigung des Innenohrs führen. Ein Bruch des Felsenbeins, zum Beispiel durch einen stärkeren Schlag oder Sturz, kann ebenfalls zur Innenohrschwerhörigkeit führen.

Diagnose der Innenohrschwerhörigkeit

Zur Diagnose nutzt der Arzt ein Tonaudio- und Sprachaudiogramm, um die Schwere der Schädigung festzustellen. Bei taub oder schwerhörig geborenen Kindern fällt die Innenohrschwerhörigkeit leider für gewöhnlich erst mit dem Alter von 2 Jahren auf, wenn die Sprachentwicklung aus- oder zurückbleibt. Dank des Neugeborenenhörscreenings wird dieser Zweitpunkt weit nach vorne gelegt. Um hier die genauen Ausmaße festzustellen, wird auf die Hirnstammaudiometrie zurückgegriffen.

Therapie der Innenohrschwerhörigkeit

Die Innenohrschwerhörigkeit lässt sich meistens nur noch mit Hife von Implantaten oder klassischen Hörgeräten beheben, beziehungsweise verringern. Welches Gerät oder Implantat dafür in Frage kommt ist von der Ursache der Erkrankung oder Schädigung abhängig und kann nur nach einer eigehenden Untersuchung geklärt werden.