Sinusitis - Rhinosinusitis

Nasennebenhöhlenentzündung

Sinusitis
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Als Sinusitis bezeichnet man eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) und der Nasennebenhöhlen (Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis).

Im eigentlichen Wortsinn ist eine Rhinitis eine Infektiöse Anschwellung der Nasenschleimhaut und eine Sinusitis eine durch eine Infektion bedingte Entzündung der Nasennebenhöhlen.

Da bei jeder Infektion sowohl die Nase, als auch die Nasennebenhöhlen betroffen sind bezeichnet man die Entzündung der Nase und der Nasennebenhöhlen als Rhinosinusitis und führt keine weitere Unterscheidung mehr durch. Vielleicht leiden Sie gerade jetzt darunter oder informieren sich für einen Bekannten oder Verwandten.

Viele Betroffene suchen jeden Monat diese Seite auf und möchten mehr über die akute und chronische Verlaufsform der Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) erfahren. Speziell für Sie haben wir das aktuelle Wissen zusammengetragen und lesergerecht aufgearbeitet.

In meiner Praxis suchen mich jeden Tag viele Menschen auf die unter den gleichen Beschwerden leiden wie Sie. Sie suchen Hilfe und in vielen Fällen kann ich behilflich sein. Die akute Rhinosinusitis tritt meist im Rahmen einer Erkältung auf und ist mit den richtigen Tipps und Tricks innerhalb weniger Tage vorbei.

Bei manchen Verlaufsformen – insbesondere bei der chronischen Sinusitis – kann man jedoch nur die Symptome bekämpfen und die Beschwerden lindern. Auch hier existieren Methoden mit der ein großer Prozentsatz seine Krankheit bewältigen kann. Eine genaue Aufstellung der finden sie unter Symptome der Nasennebenhöhlenentzündung.

Die Rhinosinusitis (Rhinitis, Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis) ist eine der häufigsten Erkrankungen im HNO Gebiet. Die Ursachen einer Nebenhöhlenentzündung sind vielfältig. Sie reichen von einem akuten viralen Infekt, über bakterielle Infektionen bis hin zu anatomischen Varianten des Nasennebenhöhlensystems.

Von einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung spricht man bei einem Zeitrahmen von der Infektion bis zur Heilung von einigen Tagen bis wenigen Wochen. Bei einem Schnupfen schwillt die Nasenschleimhaut an und die Eingänge zu den Nebenhöhlen werden verschlossen. Jetzt kann der Schleim aus den Nebenhöhlen nicht mehr abfließen und entzündet sich eitrig.

Treten Entzündungen der Nasennebenhöhlen mehr als vier mal im Jahr auf oder bestehen die Beschwerden länger als 3 Monate, dann spricht man von einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung. Wir unterscheiden heute zwei Arten der Rhinosinusitis (Sinusitis, Nasennebenhöhlenentzündung).

Die akute Rhinosinusitis ist eine Entzündung der Nasennebenhöhlen von maximal zwölf Wochen Dauer. Bei einer chronischen Rhinosinusitis (chronische Sinusitis) dauert die Infektion mehr als zwölf Wochen und die Symptome klingen nicht ab. Grundsätzlich können wir auch noch nach anderen Kriterien unterscheiden.

Diese Unterscheidung kann aufgrund der Anamnese und Dauer der Beschwerden, der Häufigkeit der Infektionen oder nach ursächlichen und immunologischen Gesichtspunkten geschehen. Die eigentlichen Ursachen sind vielfach noch unbefriedigend geklärt. Schauen wir nun auf die aktuelle europäische Leitlinien so finden wir jedoch nur noch eine Unterscheidung zwischen akuter und chronischer Rhinosinusitis.

Formen der Sinusitis bzw. Rhinosinusitis
1.akute Rhinosinusitis A.akute virale Rhinosinusitis
B.akute bakterielle Rhinosinusitis

2.chronische, lokalisierte (Rhino-) Sinusitis A.dentogene Sinusitis
B.Mukozele, Pyozele
C.isolierte nicht-invasive Mykose („Myzetom“)
D.Choanalpolyp
E.lokalisierte Sinusitis bei mikroanatomischer Aberration

3.chronische Rhinosinusitis A.nichtpolypöse chronische Rhinosinusitis
B.polypöse chronische Rhinosinusitis i.eosinophile chronische Rhinosinusitis mit Polypen / eosinophile Pilz-Sinusitis
ii.neutrophile chronische Rhinosinusitis mit Polypen


4.chronischen Rhinosinusitiden bei hereditären Erkrankungen A.primäre Zilien-Dyskinesie, Kartagener Syndrom
B.Mukoviszidose

5.Rhinosinusitis bei primären / sekundären Immunmangelzuständen


Klinische Einteilung der akuten und chronischen Rhinosinusitis des Erwachsenen

Akute Rhinosinusitis
Symptomatik <12 Wochen mit vollständigem Rückgang der Symptome

Chronische Rhinosinusitis
Symptomatik >12 Wochen ohne zwischenzeitlich vollständigen Rückgang der Symptome

Welche Beschwerden machte eine Sinusitis?

Die häufigsten Symptome einer Nasennebenhöhlen - Entzündung sind:
- Kopfschmerzen
- Druckgefühl ( im Gesicht, an der Stirn, zwischen den Augen )
- Gesichtsschwellung (zum Teil sehr starke Schwellungen)
- Schnupfen ggf. eitrig
- Zahnschmerzen ( „Pseudozahnschmerzen“ der Boden der Kieferhöhle ist das Dach der Zähne, somit kann eine Sinusitis Zahnschmerzen vortäuschen)
- Fieber

Die Beschwerden verstärken sich beim Druck auf die Nebenhöhlen oder beim Beugen nach vorne. Das tückische ist, dass diese Erkrankung sich innerhalb von Stunden entwickeln und massiv verstärken kann.

Eine Sinusitis kann auch richtig schwere Probleme machen, wenn sie nicht optimal erkannt und behandelt wird. Aufgrund der engen Nachbarschaft zu vielen Strukturen (Augen, Hirnhaut, Gehirn) können genau dort auch Komplikationen entstehen (z.B. Hirnhautentzündung, Hirnabszesse, schwere Augenerkrankungen).

Wenn die Entzündungen immer wieder auftreten oder gar nicht mehr verschwinden, sprechen wir von einer chronischen Sinusitis. Eine chronische Sinusitis kann eitrig oder polypös verlaufen. Bei der polypösen Form bilden sich dann in den Nebenhöhlen und der Nase zum Teil große Polypen.

Streng, jedoch mitunter schwer zu unterscheiden ist die einfache Rhinosinusitis, die von Viren verursacht wird, von einer akuten eitrigen Sinusitis, die von Bakterien ausgelöst wird.
Die eitrige Sinusitis folgt oft einer banalen Rhinosinusitis.

Was kann ich selbst dagegen machen?

Zink und Vitamin C täglich einnehmen.
Nasenspülung bzw. Nasendusche morgens und abends
tägliche Pflege mit einem Nasenöl!