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Glossitis: Beschwerden an der Zunge

Glossitis

Die Glossitis ist eine Erkrankung der Zunge, beziehungsweise der Zungenschleimhaut und des Zungenmuskels. Zu unterscheiden sind die akute und die chronische Glossitis, wobei die akute oftmals auch als Anfangsstadium der chronischen Glossitis gesehen werden kann, das geschieht aber in der Regel nur aufgrund mangelnder Behandlung im Anfangsstadium. Es kann bei der Glossitis zu sehr unangenehmen Schmerzen kommen, die dennoch keine größere Gefährdung für die allgemeine Gesundheit darstellen und auch nicht zu einer Beeinträchtigung des allgemeinen Befindens führen. Die einzige Beeinträchtigung stellen die möglichen Beschwerden beim Schlucken dar.

Ursache der Glossitis

Die häufigsten Ursachen der Glossitis sind Verletzungen der Zunge, zum Beispiel durch einen Biss oder Piercings. Weitere Auslöser sind Mangelerscheinungen, vor allem der Vitamine B6 und B12. Fehlt das Vitamin B12 spricht man von einer Hunter- oder athropischen Glossitis. Die Glossitis kann allerdings auch ein Symptom einer Eisenmangelanämie oder von Allergien, zum Beispiel auf bestimmte Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe, sein. Sie kann auch als Symptom anderer Erkrankungen wie schweren Abwehrschwächen, zum Beispiel AIDS, und Krebserkrankungen und Pilzinfektionen auftreten. Anhaltendes Zungenbrennen kann aber auch auf dauerhafte nervöse Zustände zurückzuführen sein. In diesen Fällen, wie bei den meisten anderen Auslösern, hilft nur eine Behandlung der Ursachen. Auch Krankheiten die den Speichelfluss behindern oder unterbinden, können ebenfalls die Mundflora so weit stören, dass eine Glossitis auftritt.

Symptome

Klassische Symptome der Glossitis sind Entzündungen auf der Zunge, die in einigen Fällen mit Verfärbungen und Belägen auf der Zunge einhergehen. Begleitend können auch Blässchen auf der Zunge auftreten, genau so, wie Geschwüre, fleckiger Belag und Fissuren der Zungenoberfläche. Des Weiteren ist das gemeinsame Auftreten einer Glossitis und einer allgemeinen Entzündung der Mundhöhle nicht selten. Gelegentlich treten auch Geschmacksstörungen auf.

Diagnose

Die Diagnose der Glossitis ist in der Regel nicht schwer. Schon die Beschreibung der Zunge ermöglicht einen schnellen Schluss auf Glossitis. Zur Bestätigung des Verdachts wird die Zunge in Augenschein genommen. Um allerdings den Auslöser zu bestimmen sind weitere Untersuchungen notwendig. Ein Abstrich der entzündeten Zunge hilft, einen Pilzbefall zu bestätigen oder auszuschließen. Handelt es sich um eine allergische Reaktion wird mittel Pricktest oder Epikutantest das auslösende Allergen bestimmt, um in Zukunft die allergische Reaktion durch Vermeiden der Einnahme des jeweiligen Allergens auszuschließen.

Therapie

Bei leichten Fällen der Glossitis ist eine Therapie oftmals gar nicht notwendig. Zur Linderung der Beschwerden helfen allerdings Salbeitees oder Spülungen mit Salzlösungen. Um eine dauerhafte Erkrankung zu heilen oder von vornherein auszuschließen ist die Ermittlung und anschließende Eliminierung der Ursache am wichtigsten. So helfen gegen Pilzbefall Antimykotika, bei der selteneren bakteriellen Glossitis sind es Antibiotika und bei einer Auslösung durch Allergien die Meidung des jeweiligen Allergens. Zur Unterstützung der Heilung können entzündungshemmende Naturmittel wie etwa Eibischblätter und -wurzeln in Form von Tees oder Gurgellösungen helfen.
Wird die Ursache bekämpft, tritt schon in einem bis wenigen Tagen die Heilung ein.

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