Die echte Grippe (Influenza)

Die Grippe ist eine Erkrankung der Atemwege. Sie kann sowohl endemisch, als auch epidemisch und pandemisch (Pandemie) auftreten. Die jedes Jahr zur kalten Jahreszeit auftretende Grippewelle wird auch oft als Grippeepidemie bezeichnet.Grippe wird durch Tröpfcheninfektionen übertragen und verläuft in der Regel glimpflich.von vornherein geschwächte Bevölkerungsgruppen, also: chronisch Kranke, Alte und Kleinkinder sind oftmals stärker betroffen. Eine Gefahr für das Leben besteht selten.

Krankheitsverlauf

Grippe
Grippe

Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen macht die Grippe sich durch typische Symptome wie Halsschmerzen, hohes Fieber, Kratzen im Hals, Husten, frösteln, sowie Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Da die Grippe- oder auch Influenzaviren die Schleimhäute angreifen und dort Zellen zerstören, haben die Lymphe mit dem Abbau der Virentoxine zu kämpfen, was zu geschwollenen Lymphknoten führt. Toxine können individuell sämtliche Organe schädigen, was zum Auftreten der unterschiedlichsten Symptome zusätzlich zu den oben genannten führen kann.unkompliziertem Verlauf bilden sich die Beschwerden allerdings nach wenigen Tagen (ca. 4-8 Tage) wieder zurück.

Komplikationen im Verlauf der Grippe

Komplikationen können vor allem bei Sekundärerkrankungen auftreten. Wenn das Immunsystem schon durch andere Erkrankungen angegriffen ist, kann es sich schlechter gegen die Influenzaviren erwehren und das Risiko etwa schwerer Organschäden nimmt zu. Als Sekundärerkrankungen sind vor allem Bronchitis und Infektionen durch Staphylokokken zu nennen.
Auch Entzündungen der Nebenhöhlen, vor allem der Nasennebenhöhlen, und Mittelohrentzündungen treten häufiger auf. Des Weiteren kommt es in einigen Fällen zu toxische Schäden der Kapillaren und einer Mitleidenschaft des Nervensystems.

Diagnose

Die bekannten Symptome lassen oft schon eine schnelle Diagnose der Grippe zu. Aus klinischer Sicht kann man aber erst durch Abstriche der Schleimhäute und anschließenden Virusnachweis im Sekret, sowie durch ein Blutbild mit Antikörpernachweis sicher sein, dass es sich um eine echte Grippe handelt und nicht nur um eine harmlose Erkältung.

Therapie der Grippe

Bei unproblematischem Verlauf der Krankheit reichen oft schon strikte Bettruhe, um die Krankheit „auszuschwitzen“, Inhalation zur Schleimlösung, und die Gabe von vitaminreicher Kost, um das Immunsysten anzuregen.Sekundärinfektionen wird auf Antibiotika zurückgegriffen.

Impfung gege die Grippe

Bei den meisten viralen Infekten ist der Patient nach auskurierter Krankheit lebenslang gegen den Erreger immun. Das Grippevirus verändert sich allerdings regelmäßig, manchmal sogar innerhalb einer Grippesaison, sodass eine Erkrankung im Vorjahr nicht automatisch vor einer erneuten Infektion mit Grippeviren schützt. Als Vorsorgemaßnahme kann man sich gegen den jeweiligen Grippeerreger impfen lassen, was dann allerdings auch jedes Jahr wiederholt werden muss, um auch immer gegen den aktuellen Virenstamm geschützt zu sein. Die Schutzimpfung empfiehlt sich für alle Risikogruppen.